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Stadtpfarrei

Mariä Himmelfahrt

Tirschenreuth

Wallfahrten

Sonntag, 13.10.2019


Dekan Michael Hoch (Mitte) war der Wallfahrtsanführer der 390. Wallfahrt. Mit ihm am Altar die Konzelebranten.

Wallfahrtsanführer der 390. Wallfahrt „zur lieben Frau von Tirschenreuth“ war der noch der junge Dekan des Dekanats Nabburg, Pfarrer Michael Hoch, der die Pfarrei Dürnsricht und Fensterbach betreut. In den Mittelpunkt seiner Predigt stellte er die Liebe, allen voran von Maria. „Mit Maria zu feiern heißt, an der Kirche von heute mitzubauen und mitzugestalten“, meinte der Prediger. Gesanglich wurde die Wallfahrt vom Tirschenreuther Chor „Cantora“ umrahmt. Zu Beginn des Wallfahrtsgottesdienstes dankte Stadtpfarrer Georg Flierl allen Gläubigen für den zahlreichen Besuch, besonders hieß er neben den Konzelebranten und dem Wallfahrtsanführer die drei neuen Ordensschwestern aus Uganda, die seit kurzem in Tirschenreuth leben, willkommen. Flierl meinte: „Es ist eine große Freude, dass wieder Ordensschwestern in Tirschenreuth sind.“ Mit Beifall quittierten die Gläubigen diese Worte. Eines der Gebetsanliegen war, dass endlich in Syrien und in Hongkong Frieden einkehre. Dekan Michael Hoch, ein gebürtiger Straubinger, bekundete seine Freude, dass er in Tirschenreuth diese Wallfahrt anführen dürfe. Er sagte, dass er schon seit Kindesbeinen an Verbindung zur Fatimafeier habe und lud alle ein, mit Maria den Weg zum Kreuz zu wagen. In seiner Predigt ging er zunächst auf das Tagesevangelium mit Jesus am Kreuz sowie dem Jünger und Maria unter dem Kreuz stehend ein. Dieses Bild sei die Ikone des Christseins, so der Prediger. Zudem sei dieses Bild ein Hinweis auf die Wurzel des Christentums mit seiner ungebrochenen Liebe. Maria sei die Mutter der Kirche. Aber wie steht die Kirche heute da? Er zeigte ein eher düsteres Bild der Kirche von heute, sie sei geschunden und ramponiert von den vielen Zwistigkeiten und Verbrechen, die bekannt wurden. Zudem sei sie aktuell uneins in vielen span-nenden aktuellen Fragen. Damit werde das Vertrauen in die Amtsträger erschüttert und die Kirche erfahre viel Gegenwind aus der Gesellschaft. Dabei begann der Anfang der Kirche unter dem Kreuz. Jesus habe sich mit großer Liebe, mit voller Hingabe, ohne Wenn und Aber dem Menschen zugewandt. Es gebe schlichtweg nichts, was diese Liebe Gottes aufhalten könne, nicht einmal die absolute Erniedrigung am Kreuz. Die Jünger, die Jesus geliebt habe, seien die Platzhalter. Deshalb hätten die Jünger Verantwortung übernommen. Maria sei die Mutter der gesamten Kirche. Sie sei die Beschützende, die Aufnehmende, die Großherzige. „Doch welche Kirche wollen wir?“, fragte der Dekan. Seine Antwort lautete: „Wir können die Kirche sein, die Liebe am Kreuz ist das Maß, diese Liebe sie unser Auftrag. Es wäre ein Zeichen an die Welt, wenn man mit dem Kreuz eine Gemeinschaft verstehen würde, die das Leid der Welt trägt. Die Kreuze der Welt tragen die Verwirrungen der Tage.“ Nach dem eindrucksvollen Wallfahrtsgottesdienst fand wieder eine Prozession am oberen Marktplatz statt.