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Stadtpfarrei

Mariä Himmelfahrt

Tirschenreuth

Wallfahrten

Sonntag, 13.05.2018


Anführer der 373.Wallfahrt für die Kirche war H.H. Bischof Dr. Rudolf Voderholzer aus Regensburg (Bildmitte)

H.H. Bischof Dr. Rudolf Voderholzer aus Regensburg

Interessante und intensive Debatten erlebt derzeit die Katholische Kirche in Deutschland. Mit Wortmeldungen dazu stand in den vergangenen Tagen auch der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer im Mittelpunkt. Als Festprediger bei der mittlerweile 373. Wallfahrt in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt am Sonntagabend hatte der Bischof auch in Tirschenreuth Einiges zur aktuellen „Kreuz“-Diskussion zu sagen.

In den Mittelpunkt seiner Predigt im vollbesetzten Gotteshaus stellte Voderholzer das Kreuz als „Zeichen der göttlichen Liebe, des Trostes und der Hoffnung“. Das Kreuz sei zu sehen als Zusammenfassung des christlichen Glaubens. In den vergangenen Tagen habe man aber, so der Bischof, eine merkwürdige Debatte über das Kreuz erlebt in Zusammenhang mit dem Erlass des Bayerischen Ministerpräsidenten, in allen staatlichen Gebäuden ein Kreuz anzubringen. Voderholzer brachte sein Bedauern darüber zum Ausdruck, dass ausgerechnet auch aus kirchlichen Kreisen daran Kritik geübt worden war – eine Spitze gegen den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Kardinal Reinhard Marx ohne ihn allerdings direkt beim Namen zu nennen.

Voderholzer verwies auf die gemeinsame Erklärung mit dem evangelischen Regionalbischof Hans-Martin Weiss, in der er positiv zum Kreuz in öffentlichen Räumen Stellung bezogen habe. „Vor dem Kreuz braucht sich niemand fürchten, vom Kreuz geht Segen aus“, sagte Voderholzer in Tirschenreuth. Der christliche Glaube und dessen Wertesystem seien vorstaatliche Fundamente. Als Politiker habe man die Pflicht, diese Fundamente auch zu schützen. Dass ein Politiker auch immer ein Stückweit das Thema Wahlkampf im Hinterkopf habe, dürfe man diesem nicht vorhalten.

Weitere Zelebranten des Gottesdienstes waren Dekan und Stadtpfarrer Georg Flierl, Kaplan Paul Gebendorfer, Pater Klaus Kniffki SVD sowie weitere Geistlichen aus der Region. Bereits vor dem Gottesdienst war der Bischof von den Ministranten der Pfarrei am Marienbrunnen zum Gruppenfoto begrüßt worden. Stellvertretend für den Pfarrgemeinderat überreichten dessen Sprecherin Edith Schön sowie Anneliese Hecht einen Korb mit Produkten aus der Region an den Bischof für die „körperliche“ Stärkung. Stadtpfarrer Flierl dankte dem Bischof für dessen Verbundenheit mit Tirschenreuth. Diese werde dadurch deutlich, dass der Bischof bereits zum wiederholten Male an der Wallfahrt teilnehme. Bischof Voderholzer würdigte Tirschenreuth als ein „geistliches Zentrum“ in der Diözese. Dies komme nicht nur durch die Wallfahrt, sondern beispielsweise auch durch den Stellenwert der Krippenkunst zum Ausdruck. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von Chor, Instrumentalisten und Orgel mit der „Missa in B“ von Christopher Tambling. Die Gesamtleitung lag in den Händen von Wilhelm Heidtmann.