Headerimage

Stadtpfarrei

Mariä Himmelfahrt

Tirschenreuth

Wallfahrten

Samstag, 13.10.2018

Pflicht zur Unterscheidung der Geister


Den Gottesdienst anlässlich der 378. Wallfahrt für die Kirche zelebrierten (von links) H.H. Stadtpfarrer Georg Flierl, Kaplan Paul Gebendorfer, H.H. Pater Gabriel Heinzelmann, H.H. Pater Klaus Kniffki

 

Stadtpfarrer Georg Flierl konnte am 13. Oktober 2018 H.H. Pater Gabriel Heinzelmann aus dem Heiligtum der „Frau aller Völker“ als Anführer der 378. Wallfahrt begrüßen.

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von Frau Christine Kohl an der Orgel und gesanglich von Herrn Wilhelm Heidtmann.


Pater Heinzelmann begab sich bei seiner Predigt mit dem Mikrofon in die Nähe der Gläubigen, da er meinte, dass die Priester für das Volk geweiht sind. Er selbst war in der Mission tätig. Dort mussten die Menschen oft lange Wegstrecken und Strapazen auf sich nehmen, um einer Hl. Messe beiwohnen zu können. Dadurch waren sie jedoch ganz anders auf dieses Heilige Geschehen vorbereitet und nicht mehr so sehr vom Alltagsgeschehen abgelenkt. Auch wir Gläubige hätten uns durch das gemeinsame Rosenkranzgebet auf diese Messfeier würdig vorbereitet.

Der Prediger betonte ausdrücklich immer wieder, dass wir in unserer Zeit als Christen geradezu verpflichtet sind, genau nachzudenken, zu prüfen und zu beurteilen, ob eine Sache oder Botschaft von Gott kommt oder von den Menschen. Denn: Eine Sache, die von Gott kommt, bleibt immer wahr und hat ewigen Bestand, währenddessen es bei menschlichen Aussagen einen Tag so und den anderen Tag anders sein kann. Die Menschen spüren, ob etwas wahr ist, wenn sie ihr Herz Gott gegenüber öffnen.

Als ein Beispiel unter vielen anderen nannte Pater Gabriel, dass Jesus in den Botschaften von Fatima die Verehrung des Unbefleckten Herzens Mariens in seinem Namen wünscht und uns mit dieser Verehrung das Heil verspricht. Diese Aussage ist und bleibt für alle Ewigkeit wahr. Wichtig ist hier aber, dass wir den Aussagen Jesu glauben. Was bedeutet aber dieser Glauben? Es bedeutet, dass wir zuallererst etwas tun und auf Gott vertrauen müssen und erst am Schluß – und nicht am Anfang – die Ergebnisse sehen.

Pater Heinzelmann betonte auch entscheidende Bedeutung der Sakramente - vor allem der Hl. Beichte – ohne die wir keinen Schutz vor Satan und dem Bösen haben. Durch jede Sünde wird die Macht der Hölle gestärkt. Wir müssen oft nachdenken, wie Gott etwas von uns will, denn Gottes Gedanken sind oft nicht unsere Gedanken. Als Christen sind wir daher oft verpflichtet, eine andere Meinung als die Mehrheit zu vertreten und gegen den Strom zu schwimmen. Wir sollen zwar Barmherzigkeit gegen den Sünder üben, aber nicht die Sünde verherrlichen und gut heißen, da dadurch der Sünde wiederum Macht gegeben wird.

Um diese Macht zu brechen, gab uns der Prediger mit auf dem Weg, dass wir Sühne leisten sollen. Dies geschehe unter anderem durch das Rosenkranzgebet, die Weihe an die Gottesmutter und die Mitfeier der Herz-Mariä-Sühne-Samstage. Laut Don Bosco kann man mit dem Rosenkranz die Dämonen bekämpfen, besiegen und vernichten. Weiterhin zitierte der Prediger Schwester Lucia von Fatima, die meinte, dass es kein Problem gäbe, dass nicht durch das Rosenkranzgebet oder unser Opfer gelöst werden kann. Pater Heinzelmann erinnerte uns daraufhin, dass wir in jeder Heiligen Messe – gerade auch in diesem jetzigen Moment - unsere eigenen Sorgen und Leiden, aber auch die Anliegen, die unser Land oder die ganze Welt betreffen, aufopfern und vor Gott bringen können.

Nicht unerwähnt soll das Gebet der Frau aller Völker, das in das Fürbittgebet eingeflossen ist, bleiben. Die Muttergottes habe über dieses Gebet gesagt, dass wir nicht wissen, wie mächtig und bedeutsam dieses Gebet ist.