Wallfahrten
Montag, 13.02.2012

Es zelebrierten die Messe anlässlich der 298. Wallfahrt für die Kirche (von links): Stadtpfarrer Georg Flierl, Pater Josef Holzgartner, Kaplan Martin Schöpf, Pfarrer Günter Müller, Pfarrer Konrad Gruber, Kaplan Christian Preitschaft, Pfarrer Josef Schön,
H. H. Pfarrer Günter Müller aus Pfeffenhausen
Hauptzelebrant und Prediger der 298. Wallfahrt für die Kirche war diesmal Pfarrer Günter Müller aus Pfeffenhausen. Pfarrer Müller bedankte sich recht herzlich für diese Einladung durch Stadtpfarrer Georg Flierl. Schon während seiner vierjährigen Kaplanzeit in Mitterteich besuchte er sehr gerne die Wallfahrten in Tirschenreuth. Für ihn sei dies ein Ort der Gnade, ein Ort von dem Kraft ausgeht für den alltäglichen Dienst.
In seiner Predigt befasste sich Pfarrer Günter Müller mit Maria – Heil der Kranken. Solche Orte, wie Tirschenreuth, brauchen wir. Diese seien Oasen für den Alltag um Kraft zu tanken und zu schöpfen.
Die Kirche begehe am 11. Februar den „Weltgebetstag der Kranken“. Hier dürfe man nicht vergessen, für die Kranken zu beten und auch für jene, die sich aufopfernd um die Kranken kümmern.
1858 erschien die Gottesmutter dem Mädchen Bernadette in Lourdes. Dort sei auch eine Quelle entsprungen. Mehrere Millionen pilgern jährlich zu diesem Ort. Der Prediger sei sich sicher, dass keiner dieser Pilger ohne etwas im Herzen zu verspüren heimgegangen sei. In den 150 Jahren gab es 68 von der Kirche anerkannte Wunder.
„Heil“ werden, geheilt werden betreffe nicht nur unseren Körper, sondern auch die Seele und den Geist. All dies bedeute einen heilen Menschen. Pfarrer Müller sprach an, dass man jetzt in unserer Zeit wieder von Seele und Geist spreche. Vor einigen Jahren, als sogenannte Wohlfühloasen aufgekommen sind, sprach man, man solle ich wohl fühlen am ganzen Körper. Alles andere wurde ausgeklammert. Heute liest man auf den Werbeplakaten „Wohlfühlen im Körper, Seele und Geist“. Der Mensch sei mehr als nur ein Leib. Er habe eine unsterbliche Seele, welche den Menschen so einmalig mache.
Wichtig sei für ihm auch das Sakrament der Krankensalbung. Nicht erst am Schluss, wenn es fast schon am Sterben sei. Die Krankensalbung bedeute, dass man wieder aufgerichtet und gestärkt wird an Leib und Seele. Man müsse auch den Mut haben, kranke Menschen in Bezug auf das Sakrament der Krankensalbung anzusprechen, sie zu fragen, ob man mit oder für sie beten dürfe. Oft wird man dann die Erfahrung machen, wie dankbar diese Menschen sind. Haben wir den Mut, so kann Christus wirken in unserer Welt. Offen sein, Vertrauen auf Gott zu haben, hier sei Maria uns das ganz große Vorbild. Maria habe ein Ziel, alle Menschen zu dem wahren Heil zu führen, zu Gott, zu Jesus Christus.

