Wallfahrten
Mittwoch, 13.07.2011
H.H. Stiftsprobst Prälat Günther Mandl aus Altötting
Stadtpfarrer von Altötting bei der Monatwallfahrt in der Kreisstadt - Maria ist der Wegweiser
Mit einem besonderen Dank wandte sich der Stiftsprobst, Prälat und Stadtpfarrer von Altötting, Günther Mandl, an Stadtpfarrer Georg Flierl. Der Tirschenreuther Geistliche hat die Altöttinger bei der Einführung der immerwährenden Anbetung beraten. Bei der Monatswallfahrt unterstrich Mandl als Prediger: „ Die Kirche lebt von der Anbetung zum Allerheiligsten“.
„Wir brauchen die Menschen, die aus der Anbetung die Kraft für das Leben und ihren Glauben ziehen“, stellte der Stiftsprobst in seiner Predigt bei der 291. Wallfahrt „ zur lieben Frau von Tirschenreuth“ heraus. Musikalisch wurde der Gottesdienst in eindrucks-und klangvoller Weise vom Männergesangverein umrahmt.
Zu Beginn der Wallfahrt musste Stadtpfarrer Georg Flierl etwas improvisieren, was ihm auch gelang. Denn der Hauptzelebrant traf wegen eines Staus auf der Autobahn etwas später ein. In seiner Predigt, eine Liebeserklärung an Altötting, betonte Mandl: „ Wo die Mutter ist, da sind wir zu Hause“. Dies habe auch Papst Benedikt XVI. bei seinem Besuch in Altötting gesagt. Er, könne dies auch aus persönlicher Erfahrung unterstreichen, wenn er seine 90-jährige Mutter besuche. Denn eine Mutter erkenne auf den ersten Blick, ob es einem gut oder schlecht gehe. Maria, die Mutter der Kirche sei überall zu finden, besonders an den Orten, wo sie erschienen sei: In Fatima, in Lourdes, Loreto oder in Altötting.
Maria löst die Probleme
Seit neun Jahren wirkt Mandl als Stadtpfarrer in Altötting, von seinem Schreibtisch aus könne er die Gnadenkapelle sehen. Der Kapellenplatz habe ein besondere Aura, man habe fast das Gefühl „ hier berühren sich Himmel und Erde „. Maria wisse, wie man den Knoten von Problemen löse. Diese Erfahrung würden alle Besucher von Altötting machen, die dann wie befreit wieder weg gingen. Maria helfe das Kreuz des Lebens erträglich zu machen, so der Stiftsprobst. „ Im Kreuz ist Heil, ist Leben, ist Hoffnung!“ Maria wolle nichts lieber, als uns zu ihrem Sohn zu führen, sie sei der Wegweiser zu Christus, sie die Orientierung.
Im Jahre 1489 fand das erste Wunder von Altötting statt. In diesem Jahr, am 2. Oktober, werde der 500. Geburtstag der Stiftskirche von Altötting gefeiert. Altötting habe in seiner Geschichte drei große Krisen gemeistert : Die Reformation, die Säkularisation und das Dritte Reich. Mandl erinnerte an sieben Märtyrer, die in den letzten Tagen des Krieges von den Nazis erschossen worden sind, weil sie die Stadt den Amerikanern übergeben wollten. Altötting habe alle Krisen gemeistert und habe heute jährlich bis zu 1,5 Millionen Pilger. Es sei ein Privileg in solch einer Stadt Pfarrer sein zu dürfen.
Prozession und Brotzeit
Nach dem Gottesdienst fand eine Prozession am Marktplatz statt. Daran schloss sich am Kirchplatz eine Brotzeit an, auch als Erinnerung an den ehemaligen Stadtpfarrer Georg Maria Witt, der am 13. Juli seinen Geburtstag hätte feiern können.


