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Stadtpfarrei

Mariä Himmelfahrt

Tirschenreuth

Wallfahrten

Freitag, 13.12.2019


Weihbischof Reinhard Pappenberger aus Regensburg führte die 392. Wallfahrt für die Kirche an. Für ihn sei es mittlerweile ein fester Termin im Jahresplan, an diesem Marientag im Dezember nach Tirschenreuth zu kommen, so der Weihbischof. Um seiner Verbundenheit zur Pfarrei Tirschenreuth Ausdruck zu verleihen, erinnerte Pappenberger an seine Diakonweihe, die der Geistliche vor 35 Jahren genau an diesem Ort durch Weihbischof Karl Flügel empfangen hatte. In seiner Predigt ging der Seelsorger näher auf den Begriff „Advent“ ein, welcher in der Sprache der antiken Welt ein allbekannter Ausdruck dafür war, dass sich der König beziehungsweise der Kaiser zu den Menschen aufmachte. „Darüber hinaus wurde das Wort ,Advent‘ verwendet, wenn etwas Verborgenes offenbar, gegenwärtig wurde“, wusste Pappenberger. Die Christen hätten den Begriff übernommen und ihm alljährlich eine eigene Zeit gegeben, „in welcher wir an den denken, der zu uns gekommen ist – Jesus, der wirkliche König der Welt, der König unseres Lebens“. Nachdem Adam und Eva im Paradies gesündigt hätten, versteckten sie sich, als Gott sie suchte. Dem stellte der Priester das Verhalten der Gottesmutter Maria gegenüber, als ihr der Erzengel Gabriel erschien und ihr verkündete, die Mutter des Erlösers zu werden. „Maria hat sich nicht versteckt, sondern mutig ihr ,ja, hier bin ich gesprochen. Genau dieses ,hier bin ich‘ öffnete Gott den Weg zu uns Menschen, einen Weg zu unser aller Heil“, so der Prediger. Als Schlüsselwort des Lebens bezeichnet er diese Worte, welche er bei der Priesterweihe in der Tradition der Gottesmutter ausspreche. Dabei dürfe der Priester auch nicht überhören, was Maria dem hinzugefügt habe: „Ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe, wie du es gesagt hast.“ Dabei würde sie Gott in nichts einschränken, sondern sich ganz und gar Gott überlassen. „So wollen wir der Gottesmutter anvertrauen, was uns umtreibt, was uns Sorge macht und was wir im Guten erhoffen. Mit ihr wollen wir uns Gott öffnen. Hier sind wir!“ Der Weihbischof ermutigte die Gläubigen abschließend, keine Furcht davor zu haben, Gott gegenüber unser persönliches „mir geschehe nach deinem Wort“ auszusprechen. Neben Weihbischof Reinhard Pappenberger feierten die Eucharistie Pater Friedhelm Czinczoll, Pater Benedikt Leitmayr, Pater Klaus Kniffki, Pfarrer Martin Neumeier, Kaplan Daniel Fenk und Stadtpfarrer Georg Flierl in Konzelebration. Der feierliche Wallfahrts-Gottesdienst wurde durch Querflöten und Orgelklänge von Petra Klebl-Denk und Kornelia Cichon musikalisch umrahmt.