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Stadtpfarrei

Mariä Himmelfahrt

Tirschenreuth

Wallfahrten

Freitag, 13.10.2017


Bild: Es zelebrierten die hl. Messe anlässlich der 366. Wallfahrt für die Kirche (von links): Stadtpfarrer Georg Flierl, Pfarrer Martin Neumaier aus Premenreuth, Kaplan Paul Gebendorfer, H.H. Prof. P. Dr. Karl Wallner aus Heiligenkreuz/Österreich, Pfarrer Armin Maierhofer aus Mähring, Pater Klaus Kniffki vom St. Peter, Pfarrer Josef Schön.

H.H. Prof. P. Dr. Karl Wallner, Heiligenkreuz, Österreich

Mit einer eindrucksvollen Predigt rüttelt Prof. Pater Dr. Karl Wallner die Gläubigen auf. Die Kirche müsse senden oder sie werde enden, prophezeit er den Besuchern des Gottesdienstes.

Stadtpfarrer Georg Flierl begrüßte zur 366. Wallfahrt für die Kirche Prof. Pater Dr. Karl Wallner aus Heiligenkreuz/Österreich. Der Pater zeigte sich erfreut, dass er hier nach Tirschenreuth zum 100. Jahrestag des Sonnenwunders in Fatima und "der großen Beglaubigung des prophetischen Einbrechens unserer Mutter Gottes in unsere Zeit" als Anführer und Prediger kommen durfte. Am 13. Oktober sahen mehrere 1000, andere Quellen sprechen sogar von 100 000 Menschen, dieses Sonnenwunder am Himmel.

 

Musikalisch mitgestaltet wurde diese Wallfahrt von Wilhelm Heidtmann an der Orgel und Christine Kohl und Ottmar Andritzky (Gesang) mit Stücken von Mozart, Gunsenheimer und Hochedlinger.

 

Anfangs stellte der Professor in seiner Predigt die Fragen: "Warum ist die Mutter Gottes in Fatima erschienen? Was hat es uns heute zu sagen? Was möchte sie heute von uns?" Als Dogmatikprofessor merkte er an, dass Privatoffenbarungen, wie in Lourdes, Fatima oder Medjugorje, für ihn ohne Bedeutung" seien. weil sie der Offenbarung Gottes nichts Neues hinzufügten.

 

Mit dem Tod des letzten Apostels sei die Offenbarung abgeschlossen. Gott habe alles offenbart an Wahrheit, an Heil, was es geben könne. Für ihn als Priester, als Jugendseelsorger, als einer, der jetzt in diesem Jahrhundert den Massenglaubensabfall erlebe, seien Privatoffenbarungen das Wichtigste, was der Kirche in den vergangenen 200 Jahren passiert sei. "Privatoffenbarungen rütteln die Gläubigen auf. Die Muttergottes erscheint gerade deshalb, um ein Licht auf die schon offenbarten Wahrheiten zu werfen", meinte der Prediger.

 

Gott wolle, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen. Die Frage sei: "Wollen wir das auch?", so Pater Wallner. Nach der Shell-Jugendstudie aus dem Jahr 2015 über den Glaubensverfall würden in Deutschland nur noch 9 Prozent der jungen Katholiken beten.

 

Wallner: "Nur 37 Prozent der jungen Katholiken in Deutschland glauben an einen persönlichen Gott. In den vergangenen 100 Jahren ist zwar die Weltkirche auf eine Milliarde Gläubige angewachsen. Dies nützt uns hier in Europa nichts, denn hier sterben wir. Wir sind hier in Europa Missionsland geworden."

 

Der Professor zitierte die Worte des Nationaldirektors von Missio/Malta, der gesagt hat: "The Church must send - or it will end" was übersetzt bedeute "Die Kirche muss senden - oder sie wird enden". Wallner: "Wir müssen missionarisch werden." Die Mutter Gottes gebe uns etwas an die Hand - den Rosenkranz. "Nehmen wir die jungen Leute mit ins Gebet, damit sie Christus finden", meinte der Prediger.