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Stadtpfarrei

Mariä Himmelfahrt

Tirschenreuth

Wallfahrten

Freitag, 13.09.2019


Eine weite Anreise nahmen Kardinal Vinko Puljic und Neupriester Stefan Markovic auf sich. Aus Sarajevo waren die beiden Geistlichen zur 389.Wallfahrt angereist. Er sei nach Tirschenreuth gekommen, um mit den zahlreichen Pilgern gemeinsam Gott zu preisen und um die Fürsprache der Gottesmutter zu beten, so der Kardinal. „Am 13. Mai 1917, kurze Zeit nach dem schrecklichen Ersten Weltkrieg, geschah in Fatima etwas besonderes. Die Muttergottes erschien drei einfachen Hirtenkindern und stellte sich als ,Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz’ vor. Dabei überbrachte sie eine Botschaft vom Himmel.“ Darin gehe es um das Gebet, die Buße und die Bekehrung. Aufruf zum Gebet Beten bedeute, mit Gott sprechen. „Wir alle kennen Situationen, in denen wir Gott brauchen und uns deshalb an ihn wenden. Doch oftmals fällt es uns schwer, seine Stimme in unserem Herzen zu vernehmen.“ Gottes Wort könnten wir nur dann „hören“, wenn unsere Herzen rein seien. „Wir müssen den Menschen helfen, auf das Wort Gottes zu hören, das Wort Gottes anzunehmen und das Wort Gottes zu leben. Mit Gott reden heißt, sich ihm zu nähern. Mit dem Aufruf Mariens zum Gebet will sie uns zu Jesus führen.“ „Wir werden uns mit dem Beten schwer tun, wenn wir nicht das Böse aus unseren Herzen loswerden.“ Mit der heiligen Beichte, dem Sakrament der Vergebung, hätte Jesus seiner Kirche ein mächtiges Heilmittel an die Hand gegeben. Denn die Sünde trenne uns von Gott und seinem Heilsplan, den er für einen jeden von uns habe. Im Evangelium verleihe Jesus seinen Aposteln die Vollmacht, in seinem Namen Sünden zu vergeben. „Wo es jedoch keine Reue für die begangenen Sünden gibt, kann Gottes Liebe nicht erfahren werden.“ Aufruf nach Bekehrung „Die Botschaft von Fatima ist ein Aufruf an die Menschen, sich an Gott zu wenden. Jesus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ Der Würdenträger gab zu bedenken, dass der heutige Mensch in verschiedenen Ideologien, Individualismus, Säkularismus, Materialismus sowie Konsummentalität vom Heilsweg abkomme. „Es ist wichtig, einen eigenen Weg in der Begegnung mit Jesus zu finden.“ Deshalb sollte man sich an den wenden, der das Licht des Lebens sei und der dem Leben einen Sinn gebe. Es sei weiter notwendig, die Schönheit des Lebens zu entdecken, welche allein durch den Sieg Jesu über den Tod erwuchs, so der Priester. DieHauptrolle Mariens bestehe darin, die Menschen zu ihrem Sohn zu führen. „Im Rosenkranzgebet stehen die Geburt, das Leid, der Tod sowie die glorreiche Auferstehung Christi im Mittelpunkt.“ Dabei tauche der betende Mensch in das gesamte Erlösungswerk ein. Der Kardinal hob den Rosenkranz als universelles Gebet für die Bedürfnisse der heiligen Kirche, der Menschen und der ganzen Welt hervor. In den Anfängen sei es das Gebet der gewöhnlichen und einfachen Menschen gewesen. Puljic bezeichnete den Rosenkranz als Evangelium im Kleinen. „Heute sind wir bestrebt, Europa zu vereinen. Jedoch spüren wir, dass in diesem Europa kein Geist herrscht, der das Leben lieben würde. Wir müssen mit vollem Engagement für die Würde des Lebens eintreten, indem wir dieses von der Empfängnis an bis zum natürlichen Tode akzeptieren, pflegen, respektieren und schützen. Der Mensch hätte kein Recht, Gottes Gesetze und Naturgesetze zu ändern, egal wie viele Hände im Parlament auch gehoben werden. Gottes Gesetze stünden über den menschlichen Gesetzen, betonte der Priester. Inakzeptable Gesetze seien jene, wodurch die Heiligkeit der Ehe und Familie angegriffen werde. Der Hirte bezeichnete die Familie als Zelle des Lebens für die Menschheit und für die Kirche. Eine gesunde Gesellschaft sei unumgänglich abhängig von gesunden Familien. Musikalisch umrahmt wurde der Festgottesdienst von der Solistin Christine Kohl und der neuen Pfarrorganistin Kornelia Cichon.