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Stadtpfarrei

Mariä Himmelfahrt

Tirschenreuth

Wallfahrten

Freitag, 13.04.2018


Die Messe anlässlich der 372. Wallfahrt für die Kirche zelebrierten (von links) Stadtpfarrer Georg Flierl, Pfarrer Erich Renner, H.H.Abt Hermann Josef Kugler, Pater Klaus Kniffki und Kaplan Paul Gebendorfer.

H.H. Abt Hermann Josef Kugler aus Windberg

„Maria leuchtet uns als das Urbild christlicher Hoffnung auf. Im Licht ihrer Lebensgeschichte dürfen wir uns in der Hoffnung bestärken lassen, dass sich alle unsere Wege und Lebensgeschichten im Himmel vollenden“, betont Abt Hermann Josef Kugler bei der Wallfahrt in der Stadtpfarrkirche.


Den Abt aus Windsberg durfte Stadtpfarrer Georg Flierl als Anführer der 372.Wallfahrt für die Kirche begrüßen. Der Gottesdienst wurde musikalisch von der Solistin Regina Wilfert aus Bayreuth und Wilhelm Heidtmann an der Orgel umrahmt.


„Mit dem Tod ist eben alles aus und vorbei“ So würden heute viele denken und auch so leben, wusste der Abt in seiner Predigt. Damit würden die Menschen ein Leben unter verschlossenem Himmel leben. Sie sähen das Leben als eine gewisse Zeitspanne oder Wegstrecke, mit einem Verfallsdatum versehen und würden das „Hier und Heute“ auskosten und intensiv ausleben. „Doch wenn wir bewusst auf Maria schauen, dann erkennen wir, wie sehr die christliche Botschaft einer solchen Lebenseinstellung wiederspricht“, betonte der Prediger. Das Leben Mariens wurde im Himmel vollendet. Ihr Leben sei für immer und ewig in der Gemeinschaft mit Gott zur Vollendung gekommen. Ihr Leben sei voller Herausforderungen, mancher Unverständlichkeiten und Leiderfahrungen gewesen. „Aber es war ein Leben unter einem geöffneten Himmel –gottverbunden, erwartungsvoll und dienstbereit“, so der Abt.

„Maria war offen für die überraschenden Einfälle des Himmels, sie war offen für die Überraschungen Gottes.“ Von oben her gesehen bekomme das Leben eine Weite und Größe, die wir uns von der Erde, von unten her gesehen, nicht vorstellen können. „Darin steckt die Hoffnung, dass das Leben zwar auf den Tod zugeht, aber im Tod nicht ein endgültiges Ende findet.“ Nichts von dem, was Marias Leben ausgemacht hat, sei verloren gegangen, Ihre Lebens-und Beziehungsgeschichte mit allen ihren Erfahrungen sei hinein verwandelt in die unzerstörbare Gemeinschaft mit Gott, betonte der Geistliche. Uns sei auch zugesagt, dass wir in Jesu Lebensgeschick hineinverwickelt sind. „ Wir sind angebunden an seine Lebensgeschichte, die vom Leben zum Tod führt, aber eben auch vom Tod des Lebens.“