Wallfahrten
Freitag, 13.01.2012

Sie zelebrierten die Messe anlässlich der 297. Wallfahrt für die Kirche: Stadtpfarrer Georg Flierl, Kaplan Christian Preitschaft, Kaplan Martin Schöpf, H.H. Prälat Alois Möstl, Pater Helmut Stadermann, Pfarrer Josef Schön (von links)
H.H. Prälat Alois Möstel aus Regensburg
Zur 297. Wallfahrt für die Kirche konnte Stadtpfarrer Georg Flierl, diesmal H.H. Prälat Alois Möstl aus Regensburg als Anführer begrüßen. Er bedankte sich auch bei den zahlreichen Gläubigen, die sich trotz des schlechten Wetters, auf den Weg nach Tirschenreuth gemacht haben.
Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst durch Christine Kohl und Ottmar Andritzky, sowie Werner Fritsch an der Orgel.
Bei dieser ersten Monatswallfahrt des Jahres steht das neue Jahr noch dunkel vor uns, uns bewegen Anliegen, viele tragen Bitten im Herzen: Darum wählen wir heute die Messtexte von Maria , der Mutter der göttlichen Vorsehung. Mit diesen Worten begann der Prälat den Gottesdienst.
In seiner emotionalen Predigt, zeigte der Prälat die Aktualität von Fatima auf, denn Fatima verweist uns nach oben. Wir werden an eine Wirklichkeit erinnert, die uns inmitten unserer Geld- und anderer Sorgen immer mehr abhanden kommt. Fatima ist wie ein Heilmittel gegen unsere Lauheit, gegen das Allerweltschristentum, gegen unsere Müdigkeit im Glauben.
Drei Bitten stellte der Prediger sodann in den Mittelpunkt seiner Ausführungen: Gott muss in den Herzen noch viel mehr Wirklichkeit werden. Nicht umsonst hat der. Heilige Vater ein Jahr des Glaubens ausgerufen. Leider lassen sich viele vom Zeitgeist blenden, der sich aufgeklärt gibt und nehmen es mit dem Glauben, mit der Religion nicht mehr so ernst.
Die zweite Bitte betraf die negativen Schlagzeilen über die Kirche. Der Prediger meinte: Lassen wir uns nicht verunsichern! Es gäbe kein Europa, wie es heute da steht, ohne den Beitrag des Christentums. Die Anfänge der modernen Wissenschaft sind in den Klöstern entstanden, die ersten Schulen und Krankenhäuser hat die Kirche errichtet, die Menschenrechte und die Freiheit sind nicht Errungenschaften der Aufklärung, sondern sind bereits im Evangelium begründet. Wenn man die Geschichte durchblättert: An den ent-scheidenden Ereignissen war es Maria, die der Kirche zur Seite gestanden hat. Lassen wir uns also nicht einschüchtern. Maria ist und bleibt die Mutter der Kirche, die Mut-ter der göttlichen Vorsehung, die uns in Nöten zu Hilfe eilt.
Daraus ergibt sich schließlich das Dritte: Wir brauchen den Zeugen, nicht den Mit-läufer. Mehr denn je ist heutzutage unser christliches Beispiel gefragt, dass man guter Christ sein und gleichzeitig mit bei-den Beinen in der modernen Zeit stehen kann. Der Prediger dankte allen, die sich Ihre Treue zum Glauben, zur Kirche Jesu Christi und zum Gebet bewahrt haben.

