Headerimage

Stadtpfarrei

Mariä Himmelfahrt

Tirschenreuth

Wallfahrten

Donnerstag, 13.10.2011


Sie zelebrierten die Messe anlässlich der 294. Wallfahrt für die Kirche: Stadtpfarrer Georg Flierl, Pfarrer Josef Schön, Kaplan Christian Preitschaft, Kaplan Martin Schöpf, H.H. Erzbischof Prof. Dr. Ludwig Schick, Pater Josef Holzgartner, Pfarrer Konrad Gruber, Pfarrer Wolfgang Traßl, Pater Egino, Pfarrer Anton Kiener (von links)

H.H. Erzbischof Prof. Dr. Ludwig Schick aus Bamberg

 â€žJesus, verzeihe uns unsere Sünden, bewahre uns vor dem Feuer der Hölle, nimm alle Seelen in den Himmel auf, besonders jene, die deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen.“ Dieses Gebet nach den Gesätzen des Rosenkranzes stammt aus Fatima. Es wurde den Seherkindern von der Gottesmutter am 13. Juli 1917 aufgetragen – doch wird es auch verstanden und ist es genügend wirksam? Was sagt es uns? – mit diesem Gebet begann der Anführer der 294. Wallfahrt zu unserer lieben Frau von Tirschenreuth H.H. Erzbischof Prof. Dr. Ludwig Schick aus Bamberg seine Predigt.


Neben zahlreichen Gläubigen konnte Stadtpfarrer Georg Flierl sieben weitere Priester begrüßen die den Gottesdienst mitfeierten.Die muskalische Umrahmung übernahm dieses Mal der Kirchenchor sowie Werner Fritsch an der Orgel.


Als erstes sagt es uns, dass alle Menschen in den Himmel kommen sollen. Und als zweites fordert es uns auf, dass wir Christen, jeder von uns „Himmelserben“ anwerben sollen, so singen wir im Lied: „Macht weit die Pforten in der Welt“ in der letzten Strophe. Deshalb sollen wir auch für unsere Verstorbenen im Fegefeuer beten, damit sie bald befreit werden und zu Gott gelangen. „Aber wollen wir denn das?“

An ein Weiterleben nach dem Tod glauben in Deutschland weniger als 50 % der Bundesbürger, obwohl 2/3 Christen sind. Viele, auch Christen, wollen den Himmel hier auf Erden, hier soll es Ihnen gut gehen und was danach kommt – wird verdrängt oder vertagt auf den Nimmerleinstag. Aber das ist nicht unser Glaube – und das ist auch gut so. Die Antwort darauf finden wir bereits im alten Katechismus, dass wir hier auf Erden sind um Gott zu verherrlichen und die ewige Seligkeit zu erwerben. Dies gilt auch heute noch.

Zu dieser Erdenzeit gehören Lasten und Mühsal, Kreuze und Tod. Wir sollen sie in Liebe annehmen, mit Christus tragen, um so den Himmel zu erwerben. Wir sollen hier auf Erden nach den 10 Geboten, den Hauptgebot der Gottes- und der Nächstenliebe und nach den Kirchengeboten leben, so bewerben wir uns und bewähren wir uns für den Himmel.

Das Fatimagebet zum Rosenkranz lehrt uns, mehr vom Ziel des christlichen Lebens her zu denken und dann entsprechend auch zu Leben. So ist es auch den drei Kindern in Fatima gegangen. Sie sahen zuerst die wunderschöne Frau – Maria – die erste aller Himmelsbürgerinnen und sie wurden von Maria eingeladen und darauf hingewiesen, dass auch sie in den Himmel kommen sollen. Vom Himmel angesprochen wollten und sollten sie alle Menschen in den Himmel bringen. Das ist letztlich die Botschaft von Fatima, die Botschaft der 3 Seherkindern. Alle sollten sie einladen, damit niemand in die Hölle kommt, die sie auch in einer Vision sahen und das Leben dort war schrecklich.


Deshalb beteten sie für ihre Mitmenschen, für die, die in dieser Welt lebten und für die, die im Fegefeuer sind. Für die Sünder und für die Guten. Ihre Botschaft war, alle Menschen in den Himmel zu bringen, Himmelserben anzuwerben. Deshalb ist die Fatimabotschaft so eine einladende Botschaft - eine Botschaft, die uns das Ziel vor Augen stellt und die uns dann unser Leben annehmen lässt – das ist mit dem Zusatzgebet gemeint.