Headerimage

Stadtpfarrei

Mariä Himmelfahrt

Tirschenreuth

Wallfahrten

Donnerstag, 13.07.2017


Gemeinsam feierten(von links) Stadtpfarrer Georg Flierl, Kaplan Paul Gebendorfer, H.H. Prof.Dr. Josef Spindelböck und Pater Klaus Kniffki den Wallfahrtsgottesdienst.

H.H. Prof. Dr. Josef Spindelböck aus St. Pölten, Österreich

 

 

„Die Schuld der Menschen ist groß, aber auch die göttliche Erbarmnis. Gott liebt die Sünder und ruft sie heim. Es ist nie zu spät für eine Umkehr“, sagte der Anführer der 363.Wallfahrt für die Kirche, Professor Dr. Josef Spindlböck aus dem österreichischen St. Pölten. In seiner Predigt fordert er ein klares Bekenntnis zur Ehe nur zwischen Mann und Frau.

Gesanglich wurde die Monatswallfahrt im Juli vom Männergesangverein Tirschenreuth unter der Leitung von Horst Schultes umrahmt, auch in Erinnerung an den früheren Stadtpfarrer Georg Maria Witt, der an diesem Tag 87 Jahre alt geworden wäre. Deshalb gab es auch nach der Wallfahrt eine kleine Brotzeit.

Zu Beginn des Gottesdienstes erinnerte Stadtpfarrer Georg Flierl an den verstorbenen Kardinal Joachim Meißner, der sieben Mal der Wallfahrtsanführer in Tirschenreuth war: „Seine Besuche waren immer ein ganz besonderes Erlebnis.“

In seiner Predigt sagte der Professor, dass die Gottesmutter Maria alle Gläubigen hier in Tirschenreuth zusammengeführt habe, um an die Ereignisse von Fatima vor 100 Jahren zu erinnern. Maria habe damals die Kinder eingeladen, den Rosenkranz zu beten, so wie es die Gläubigen in Tirschenreuth vor dem Wallfahrtsgottesdienst getan haben. Maria habe den Kindern gesagt, dass die Gefahr bestehe, dass der Himmel für sie verschlossen sei, Gott wolle aber nicht, dass jemand verloren gehe. Deshalb sei es wichtig, das unbefleckte Herz der Gottesmutter zu verehren, denn dadurch würden die Menschen gestärkt. „Die Botschaft von Fatima ist eine Botschaft der Freude. Durch Maria ist die Freude in die Welt zurückgekehrt.“ Die Umkehr und den Glauben könne man von Fatima aufnehmen, riet der Prediger.

Maria sei die Vorbotin für das Reich Gottes. Die Gläubigen stünden unter dem Schutz des unbefleckten Herzen Mariens. „Drei Generationen sind seit der Erscheinung von Fatima vergangen. Vieles, was Maria den Kindern prophetisch vorausgesagt hat, ist mittlerweile eingetreten, wenn ich nur an die vielen Kriege und Konflikte denke.“ Auch den geistlichen Verfall des Westens habe Maria vorausgesagt. Dennoch, so der Geistliche: „Das Gute wächst, dann wird in der Welt eine Zeit des Friedens herrschen. Wir wissen nur nicht, wie lange der Weg dorthin ist.“ Schließlich gehe es immer wieder neue Gefahren und Ideologien. Beispielgebend nannte der Professor die „Ehe für alle“, die es nun in Deutschland gebe. Die Verwirrung sei groß, auch in Österreich werde es wohl so kommen, mutmaßte er. Die Kirche halte aber an der Schöpfungsordnung, an Mann und Frau, fest. Maria sei die Königin der Familie, die Zukunft der Kirche gehe über die Familie. „ Die Gottesmutter weist den Weg zu Gott, denn sie war mit Jesus verbunden bis zum Kreuz“, sagte der Prediger.