Wallfahrten
Dienstag, 13.09.2011

Bild zeigt v.l.n.r. Stadtpfarrer Georg Flierl, Kaplan Christian Preitschaft aus Mitter-teich, Kaplan Martin Schöpf, H.H. Erzbischof Wolfgang Haas aus Lichtenstein, Pfarrer Roland Casutt aus Lichtenstein, Pfarrer Stefan Brunner aus Niederviehbach, Pfarrer Konrad Gruber, Pfarrer Josef Schön,
H.H. Erzbischof Wolfgang Haas aus Lichtenstein
Zur 293. Wallfahrt für die Kirche reiste zum wiederholten Male H.H. Erzbischof Wolfgang Haas aus Lichtenstein mit seinem Begleiter Pfarrer Roland Casutt an. Stadtpfarrer Georg Flierl bedankte sich für seine Treue und Mühe wieder als Anführer und Prediger nach Tirschenreuth gekommen zu sein. Ein Dank ging auch an Karl Eibl und Werner Fritsch für die musikalische Mitgestaltung.
Der Erzbischof Wolfgang Haas merkte in seiner Predigt an, dass er bei seiner Anreise durch das schöne Bayernland viele Heiligtümer sah, welche der Mutter Gottes geweiht wären. Schließlich seien die Bayern ja marianische Menschen. Freude bereitete ihm, dass zusammen sein mit den Pilgern in dieser prächtigen Kirche, einer altehrwürdigen Mariengnadenstätte. An einem Ort, an dem Maria auf besondere Weise verehrt wird. Maria sei der Weg zum göttlichen Sohn. Wer den eigentlichen Weg zu Jesus Christus finden will, tut gut daran, Maria zu diesem Anweg zu wählen.
Weiter fuhr er fort, dass ihm beim Einzug in die Kirche die Inschrift „Wer glaubt, ist nie allein“, Worte des heiligen Vaters Papst Benedikt, aufgefallen sind. Wer im wahren Glauben lebt, sei nie allein. Er sei eingebunden in die Glaubensgemeinschaft der Kirche. Er nimmt teil an der Wahrheit. Wir glauben nicht irgendetwas, sondern wir glauben das, was Gott von sich selbst uns geoffenbart hat. Dies habe er uns durch den göttlichen Sohn selbst, durch dieses Mensch gewordene ewige Wort Gottes mitgeteilt. Darüber hinaus gäbe es nichts mehr. Diese Glaubenshinterlage dürfe nie aufgegeben und verraten werden. Ein Garant dafür sei, in dieser sichtbaren pilgernden Kirche, der heilige Vater. In Papst Benedikt habe man einen ganz eindeutigen Glaubenszeugen an der Spitze der katholischen Kirche. Nach den Worten des Erzbischofs Haas dürfe sich Deutschland glücklich schätzen und es als eine große Gnade sehen, dass Papst Benedikt nächste Woche in Deutschland weilt. Für ihn unverständlich seien aber die Proteste von außen und von innen.
Der Prediger setzte den Satz des Papstes „Wer glaubt, ist nie allein“ fort, mit den Worten: „Wer betet, ist nie allein“. Wer betet sei eingebunden, eingebettet in die Kirche des Himmels. Er weiß sich einge-bunden, dass Kirche immer eine betende Gemeinschaft sei. Maria sei auch jene, die uns diese Gebetshaltung beibringt.
Erzbischof Wolfgang Haas erinnerte, dass wir auch nicht unsere „unsichtbaren Freunde“, unsere Schutzengel, vergessen dürfen. Jeder von uns habe diesen Schutz-engel. Man müsse auch diese Schutzengel bemühen, dass sie uns diese Haltung Marias lehren. Nach seinen Worten sei Maria die Königin der Engel. In dieser marianischen Haltung müsse man sein Leben leben. Oft erlebe man aber nur, dass Menschen leben aber eigentlich tot sind. Wer leben möchte, muss leben wie Maria gelebt hat, in der innigsten Vereinigung mit dem göttlichen Sohn.

