Wallfahrten
Dienstag, 13.12.2011
H.H. Weihbischof Reinhard Pappenberger aus Regensburg
Eindringlich bat Regensburgs Weihbischof Reinhard Pappenberger,
der Anführer der 296. Wallfahrt „ zur Lieben Frau von Tirschenreuth“, die
Muttergottes darum, dass die Finsternis im Herzen der Menschen weiche und das Licht eine Chance erhalte.„ Zünde uns ein Licht an“, formulierte der Geistliche.
Der Weihbischof war zum dritten Mal Anführer dieser Monatswallfahrt in Tirschenreuth. Gedacht wurde im Gottesdienst auch dem kürzlich verstorbenen Altabt von Kloster Weltenburg, Thomas Niggl, der insgesamt neun Mal die Marienwahlfahrt angeführt hatte.
Zu Beginn des Gottesdienstes in der voll besetzten Stadtpfarrkirche freute sich Pfarrer Georg Flierl nicht nur über den Besuch des Weihbischofs, der vor mehr als 25 Jahren in der Tirschenreuther Kirche die Diakonweihe erhalten hat. Flierls besonderer Gruß galt auch Pfarrer Josef Unsicker, der nach seiner langen Krankheit wieder einmal einen Wallfahrtsgottesdienst mitfeierte. Unsicker war auch Praktikumspfarrer vom jetzigen Weihbischof. Nicht minder herzlich willkommen hieß der Stadtpfarrer die vielen Gläubigen aus der Region, insbesondere die vielen Ordensschwestern.
In seiner Predigt ging der Weihbischof au die „ 296. Wallfahrt für die Kirche von Tirschenreuth“ ein, die in die Adventszeit falle. Viele der Christen, die ihren Glauben eher oberflächlich betrachteten, mögen sich mit dem, was hier in Tirschenreuth im Advent passiere, schwertun. „ Für viele ist dies nicht stimmig, im Vergleich zu dem, was draußen stattfindet“. Für sie sei es nicht stimmungsvoll, so kurz vor Weihnachten auf die „ Liebe Frau von Tirschenreuth“ zu schauen, die eine Schmerzensmutter ist. Dabei mache es gerade uns Christen aus, wenn wir in dieser Zeit mit Blick auf den Tod etwas zu sagen haben.
Auch die Heilige dieses Tages, die heilige Lucia, „ eine Lichtgestalt“, habe erkannt, dass das Leben nichts tauge, wenn es im Letzten leer sei. Gerade die Lichtspur der heiligen Lucia führe uns aus der Nacht, aus der Finsternis, hinaus. Diese pure Finsternis gelte es zu verlassen, denn diese sei die größte Gefahr. Viele der Menschen von heute sagten, sie seinen gottlos, doch auch diese Menschen kämen von Gott nicht los, „ den Gott lässt sie nicht los“, so der Weihbischof.
Gott gebe dem Menschen die Möglichkeit zu leben, alles andere sei Schein und Lüge.


