Glaube
4. Advent - Nur noch wenige Tage
Die Krippe wartet, Weihnachten steht vor der Tür.
Maria auf ihrem Esel und Josef sind in Bethlehem eingetroffen. Sie klopfen an verschiedene Türen und fragen, ob es einen Platz für sie gibt. Doch überall weist man sie ab. So ziehen sie vor die kleine Stadt und suchen sich einen Unterschlupf.
Als sie endlich einen Stall gefunden haben, gleitet Maria schwerfällig vom Rücken des Esels herunter. Sie legt sich erst einmal ins Stroh, um sich auszuruhen. Josef sucht Brennholz – und wundert sich dabei über den Ochsen, der hier ganz friedlich im Stall steht. Merkwürdig auch, dass der Esel vor dem fremden, massigen Tier gar nicht scheut. Im Gegenteil: Die beiden scheinen sich zu verstehen.
In einiger Entfernung zählen Hirten ihre Schafe und treiben sei ein Stückchen weiter in die Ebene. Die Männer haben sich Essen mitgebracht. Sie werden die nächsten Tage und Nächte gemeinsam auf freiem Feld verbringen, so ist es geplant. So halten sie es stets um diese Jahreszeit.
In der Ferne aber ziehen die drei Weisen ihres Wegs. Sie wollen nach Jerusalem, um sich dort zu erkundigen, was es mit der Botschaft des Sternes auf sich hat, dessen Licht sie nicht mehr schlafen lässt. Der Stern unterdes steht ganz ruhig am Himmel, direkt über der Krippe und die ist noch leer. Ein paar Tage noch…
Aus: Christine Schlüter, Zeichen des Sterns, Sankt Ulrich Verlag Augsburg


