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Bericht zur Vorabendmesse am 27. Oktober 2018 im Rahmen der Veranstaltungen zur Weltmission in der Diözese Regensburg

„Glaube als Quelle der Freude und des Heils“


 

Herr Stadtpfarrer Georg Flierl konnte in der Vorabendmesse am 27. Oktober 2018 H. H. Mon­signore Wolfgang Huber, den Präsidenten von missio München, in Tirschenreuth begrüßen, der uns im Rahmen der Veranstaltungen in der Diözese Regensburg zum Weltmissionssonntag und Weltmissionsmonat Oktober besuchte.

In diesem Jahr wurde insbesondere Äthopien als Beispielland vorgestellt. Daher wurde im Verlauf des Gottesdienstes eine Kerze der Weltmission und vor dem Fürbittgebet Weihrauch aus Äthopien entzündet. Das Licht der Kerze sollte das Leitwort der diesjährigen missio-Aktion verdeutlichen: „Gott ist uns Zuflucht und Stärke“ (Ps. 46). Wir Christen sollen Licht in die Welt und Gesellschaft bringen, und wir sind verbunden mit der gesamten Weltkirche auf allen Kontinenten der Erde.

In seiner Predigt beleuchtete H.H. Monsignore Huber das Evangelium „Die Heilung des blinden Bartimäus“. Dieser ausgegrenzte, aus der Gemeinschaft ausgeschlossene Blinde hat einen so unerschütterlichen Glauben an Jesus Christus, dass er Jesus unbedingt begegnen möchte. Dieser Glaube und das Vertrauen bewirken eine solche Hartnäckigkeit bei Bartimäus, dass er sich von den Widerständen und der Verärgerung der außenstehenden Menschenmenge, die solche am Rande der Gesellschaft lebenden Leute wie Bartimäus von Jesus fernhalten wollen, überhaupt nicht beeindrucken und einschüchtern lässt. Jesus erkennt seinen lebensverändernden Glauben, wendet sich ihm zu und stellt ihm die Frage: „Was kann ich für Dich tun?“ Diese Frage ist es wert, sie näher zu betrachten. Denn sie hat auch entscheidende Auswirkungen auf unser individuelles Leben heute. So wie Jesus Bartimäus damals fragte, was er braucht – das hätte er ja auch automatisch wissen und erkennen können – so möchte er auch uns immer wieder fragen, was wir in unserem ganz konkreten Auf und Ab und den unterschiedlichen Befindlichkeiten des Lebensalltags benötigen, er möchte uns seine Unterstützung anbieten und geben. Gerade im Gebet, in der Hl. Messe, in der Feier der Sakramente, fragt er uns immer wieder: „Was soll ich euch tun? Was braucht ihr gerade? Wo braucht ihr Stärkung, Mut, Hoffnung?“ Gott wartet auf unsere Antwort, er möchte eine persönliche Beziehung zu uns, er sucht den gegenseitigen Dialog und möchte uns Zukunfts- und Lebensperspektive geben. H.H. Monsignore Huber berichtete in diesem Zusammenhang auch über einige Bemühungen in Äthopien. Dort wird versucht, dass man gerade in der Grenzregion zu Eritrea Friedensprozesse in Gang setzt, indem man aus den Begegnungen mit Jesus lernt, dass nicht Gewalt, Haß oder Neid unser gegenseitiges Verhältnis bestimmen. In anderen Fällen sorgen sich Ordensleute mit ganzem Herzen um Menschen nicht nur auf der körperlichen, sondern auch der geistlichen Ebene, indem sie mit ihnen Bibel lesen, Gottesdienst feiern, zusammen essen und sich Zeit nehmen. Sie zeigen den Menschen, wie Gott für sie Zuflucht sein kann, und wie Gott ihnen Stärke für ihr Leben schenkt.

Der Prediger machte darauf aufmerksam, dass der Anteil der Katholiken in Äthopien gerade einmal 1% beträgt, aber gerade diese Minderheit bewegt in diesem Land viel. Er ermunterte uns, dass wir uns von diesem freudigen und gelebten Christentum in Äthopien Mut machen lassen sollen und wir uns in unserer Umgebung trauen, dieses Zeugnis in der Nachfolge Christi weiterzugeben.

Bei der anschließenden Zusammenkunft im Großen Saal des Pfarrzentrums berichtete H.H. Monsignore Huber noch über die Ziele, Aufgaben und den Auftrag von missio München sowie über sehr viele interessante Begebenheiten aus seinem Tätigkeitsbereich, der ihn immer wieder in die verschiedensten Kontinente der Welt führt.