Erstkommunionvorbereitung 2012
1. Elternabend am 11.11.2011
Der erste Elternabend für die Erstkommunion findet am Freitag den 11.11.2011 um 19.00 Uhr im Großen Pfarrsaal (Pfarrzentrum) statt.
2. Elternabend 03.12.2011 - Im Zeichen der Menschwerdung Gottes
2 Geschenkpakete liegen vor uns:
Was bedeuten diese beiden Päckchen?
Welche Erwartungen haben Sie an den heutigen Abend?
Christus bringt uns seine Gaben. Er macht sich selbst zur Gabe für uns, zu der Gabe.
Und wir tun so, als seien wir uns dieses Geschenkes nicht bewusst.
Erwarten wir nicht einfach zu wenig von ihm?
Wer von uns hat Christus um ein geistliches Geschenk gebeten, ein Wunder der Veränderung, ein Wunder der Wandlung in dieser Weihnacht?
Wir sind so beschäftigt mit unseren Päckchen und Paketen, in denen wir unsere Gaben, unsere armseligen Geschenke haben. Und dabei geht das eigentliche Geschenk in einem Berg von Geschenkpapier, Süßigkeiten und Krimskrams unter.
Wir müssen selbst zum Geschenk werden. Es gehört zu Weihnachten, Geschenke zu machen, viele Geschenke. Wir möchten damit unseren Dank denen zeigen, die gut zu uns sind und uns Gutes tun. Aber so ist es vielleicht zu bequem.
Von einem Christen ist mehr gefordert. Er soll nicht Geschenke machen, sondern selbst Geschenk sein. Er soll zur Gabe werden. Sein Leben vorbehaltlos geben – für alle. Weil alle Menschen seine Gläubiger sind. Weil ein Christ sich als Schuldner gegenüber allen Menschen, und vor allem gegenüber Gott erfährt.
An 5 Thementischen wird zum gemeinsamen Gespräch eingeladen.
Thementische 1-5:
Wie gestalte ich Advent, wie lebe ich Advent?
Mit dem Advent beginnt das Kirchenjahr. Die Adventszeit ist die Vorbereitungszeit auf das Weihnachtsfest. Wir erwarten die Ankunft Jesu in dieser Welt. Advent bedeutet Ankunft. Gemeint ist die Geburt Jesu in der Krippe, die wir an Weihnachten feiern. Und noch eine andere Ankunft ist gemeint: Die Christen erwarten, dass Jesus Christus am Ende der Zeiten wiederkommt. Wenn Jesus kommt, kann unsere Welt heil werden. Die Texte, die in der Adventszeit in der Kirche vorgelesen werden, und die Lieder, die wir in den Gottesdiensten singen, sprechen von dieser Hoffnung.
Adventsbräuche:
Adventskranz, Rorate-Ämter, Adventskalender, besinnliche Adventsfeier, Vorbereitung auf Weihnachten (Plätzchen backen, Hausputz, Beichte)
Heiligenfeste:
Barbara, Nikolaus
Impuls:
Die Botschaft Jesu antwortet auf eine innere Erwartung unseres Herzens; sie entspricht einem inneren Licht unseres Seins, das sich nach der Wahrheit Gottes ausstreckt. (Benedikt XVI.)
Was bedeutet für mich Weihnachten?
An Weihnachten feiern wir die Geburt Jesu im Stall in Betlehem. Wir hören die Weihnachtsgeschichte, die Lukas in seinem Evangelium aufgeschrieben hat. Die Weihnachtsfeier ist die Geburtstagsfeier Jesu. Einmal ist er für uns in unsere Welt gekommen. Jedes Jahr feiern wir dieses Geschenk Gottes an uns Menschen. Die Weihnachtszeit ist eine besondere Zeit. Das kann man spüren, weil es so viele Bräuche gibt: den Weihnachtsbaum, Sterne, beleuchtete Fenster, Lieder Kerzen, Plätzchen und Geschenke. Das Weihnachtsfest ist eines der größten Feste der Menschen. Wir feiern, dass Jesus geboren wurde. Er ist der Sohn Gottes. Gott selbst wird ein Mensch. Das ist eigentlich unglaublich. Gott, der die Welt erschaffen hat, der für uns sorgt, ist ja so viel größer und mächtiger als wir Menschen. Und doch wird er so wie wir: ein Mensch, der geboren wird und laufen und sprechen lernt und erwachsen wird. Dazu hat sich Gott nicht den Palast eines mächtigen Königs ausgesucht, sondern einen Stall und eine Mutter, die sehr arm war. Er schaut nicht von oben herab auf uns, sondern er macht sich klein.
Impuls:
Im Kind Jesu ist die Wehrlosigkeit der Liebe Gottes am meisten offenkundig: Gott kommt ohne Waffen, weil er nicht von außen erobern, sondern von innen gewinnen, von innen her umwandeln will. Wenn irgendetwas den Menschen, seine Selbstherrlichkeit, seine Gewalttätigkeit, seine Habgier besiegen kann, dann die Schutzlosigkeit des Kindes. Gott hat sie angenommen, um uns so zu besiegen und zu uns selbst zu führen. (Benedikt XVI.)
Das Kind in der Krippe – was verbinde ich damit?
Eine Krippe, wie wir sie alle kennen ist Symbol für Geburt und Weihnachten und alles, was uns an das Kommen von Jesus in diese Welt erinnert an Maria und Josef, an alle Menschen, die zur Krippe gekommen sind, an alle Tiere, die vielleicht in der Herberge waren, an alle Gaben, die zur Krippe gebracht wurden.
Mitte und Inbegriff jeder Krippe ist das Kind. Es liegt in der Mitte auf Heu oder Stroh, meistens in einer Futterkrippe oder einem Futtertrog. Frühe Maler haben die Futterkrippe als Altar oder Sarkophag dargestellt – die Passion war angedeutet: in der Krippe war das Kreuz gegenwärtig. In dem kleinen Kind deutet sich die österliche Erlösung in der Auferstehung an. Gewiss wäre eine Krippe, die allein das Kind zeigt, heute gelegentlich sinnvoll, um wieder auf das Eine und Entscheidende hinzuweisen.
Impuls:
Gott ist so groß, dass er klein werden kann. Gott ist so mächtig, dass er sich wehrlos machen kann und als wehrloses Kindlein auf uns zugeht, damit wir ihn lieben können. Gott ist so gut, dass er auf seinen göttlichen Glanz verzichtet und in den Stall herabsteigt, damit wir ihn finden können und so seine Güte auch uns berührt, uns ansteckt, durch uns weiterwirkt. Das ist Weihnachten: „Mein Sohn bist du; heute habe ich dich gezeugt.“ Gott ist einer von uns geworden, damit wir mit ihm sein, ihm ähnlich werden können. Er hat das Kind in der Krippe zu seinem Zeichen gewählt: So ist er. So lernen wir ihn kennen. Und über jedem Kind steht etwas vom Strahl dieses Heute, von der göttlichen Nähe, die wir lieben und der wir uns beugen sollen – über jedem Kind, auch über dem ungeborenen. (Benedikt XVI.)
Licht der Welt
Der Stern am Nachthimmel ist das Symbol für das die Finsternis durchdringende, geistige Licht. Darum reden die Menschen auch von „einem Stern am Himmel“, wenn Licht in ihr Leben kommt.
Für die Christen ist der Stern ein Symbol für den richtigen Weg, weil er die Weisen aus dem Morgenland zu Jesus, dem neuen Stern am Himmel, geführt hat.
In unserem Alltag suchen wir immer wieder nach solchen Sternen, die uns den richtigen Weg zeigen. Doch manchmal sehen wir einfach nicht, was unserem Leben Sinn gibt.
Wir suchen im Grunde auch immer das innere Licht. Das Licht, das nicht in Watt zu messen oder mit Laser verbreitet werden kann. Alle Menschen haben schon dieses innere Licht erfahren und schätzen gelernt.
Das innere Licht geht in mir dann auf, wenn ich an einem Winterabend eine Kerze für mich alleine entzünde.
Das innere Licht sehe ich dann, wenn ich jemandem einen brennenden Wunsch erfüllen kann.
Das innere Licht erfahr ich, wenn jemand nicht nur zuhört, sondern wirklich hinhört.
Das innere Licht ist für mich ein Licht, das ich auch noch sehe, wenn ich die Augen schließe.
Impuls:
Jesus Christus hat von Gott erzählt; er konnte es, weil er ihn gesehen hat, ihn immerfort sieht. Von ihm her kommt eine Spur des Lichts in mein Leben hinein, die mir den Weg zeigt, mir Hoffnung und Vertrauen auch im Dunkel gibt. (Benedikt XVI.)
Fürchtet euch nicht!
Bibelstelle (Lk 2,8-15)
8 In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde.9 Da trat der Engel des Herrn zu ihnen und der Glanz des Herrn umstrahlte sie. Sie fürchteten sich sehr,10 der Engel aber sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll:11 Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr.12 Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt.13 Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach:14 Verherrlicht ist Gott in der Höhe /und auf Erden ist Friede /bei den Menschen seiner Gnade. 15 Als die Engel sie verlassen hatten und in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: Kommt, wir gehen nach Betlehem, um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr verkünden ließ.
Christus kommt, um uns mit Freude zu erfüllen. Die Engel künden es den Hirten: „Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll.“ Freude, weil wir wissen, da ist ein Gott, der mit Liebe an den Menschen denkt, der sich dem Menschen nähert, der Mensch wird. Ein Gott, der unsere Wege geht, der unsere Leiden und Armseligkeiten teilt, unsere Ängste und Hoffnungen. Ein Gott, der kommt, um uns allen Erlösung zu bringen. Christus ist gekommen, um uns Glück zu bringen, ein Glück, das alle irdischen Horizonte übersteigt. Und wir bestehen so oft auf unserer eigenen Freude, unserem armen, menschlichen und irdischen Glück. Ist es nicht eigentliche schrecklich, vor der Feier der Weihnacht zu stehen und sich schon vorher als glücklicher und durch alles Mögliche zufriedener Mensch zu fühlen? Vielleicht sind wir zu reich an Gaben und Geschenken der Welt, dass wir uns so wenig freuen an den Gütern des Himmels.
Impuls:
Gott ist nicht irgendein fernes höchstes Wesen, an das man nie herankommt. Er ist ganz nah, in Rufweite, immer zu erreichen. Er hat Zeit für mich, so viel Zeit, dass er als Mensch in der Krippe lag und auf ewig Mensch geblieben ist. (Benedikt XVI.)
Gott ist nicht der Gegner unserer Freiheit, sondern ihr Grund; das sollten wir in diesen Tagen wieder neu lernen. Nur die Liebe, die allmächtig ist, kann Grund angstloser Freude sein. (Benedikt XVI.)
Resümee
Kurze Präsentation der Thementische
Zusammenfassung:
Bei der Geburt, die wir an Weihnachten feiern, muss in jedem von uns etwas geboren werden. Wir alle müssen neu geboren werden.
Nur eines ist wichtig, sagt Paulus, nämlich, dass wir eine neue Schöpfung werden. Es nützt uns nichts, dass Christus vor zweitausend Jahren geboren wurde, wenn er nicht in uns geboren wird. Das Wunder der Heiligen Nacht ist, dass das Gotteskind im Herzen jedes Einzelnen von uns erneut geboren wird und erneut lebt.
Unsere Sendung ist es, Zeugen der christlichen Freude zu sein. Damit die ganze Welt erkennt, dass die Botschaft Christi eine Botschaft der Erlösung ist, nicht der Verdammung; eine Botschaft der Befreiung, nicht der Unterdrückung; eine Botschaft der Freude, nicht der Trübsal.
Kleines Geschenk (Weihnachten) Großes Geschenk (Ostern)
Ohne Weihnachten Kein Ostern
Ohne Menschwerdung Keine Eucharistie, kein Kreuzestod, keine Erlösung
Ohne Tod Keine Auferstehung
Ohne Christus Keine Perspektive
Entwurf: StR Edith Schön, stellvertr. Pfarrgemeinderatssprecherin

